Mittwoch, 10. Juni 2009

Ein Pfarrer unter Atheisten

In den vergangenen Wochen konnte ich nicht widerstehen, mich auf eine Online-Diskussion im Zusammenhang mit der derzeit laufenden atheistischen Buskampagne einzulassen. Was ich dort zum Verhältnis von Glaube und Vernunft, Theologie und Naturwissenschaft formuliert habe, beschäftigt mich im Hinterkopf schon seit längerem. Nun kann es nachgelesen werden, und zwar hier:

http://www.buskampagne.de/indexc9f9.html?p=963#comments

Mein Einstieg in die Debatte beginnt mit der Kommentarnummer 93. Verabschiedet habe ich mich mit Nummer 372.

Eigentlich ist mein Wunsch, diese Thematik auch hier im Blog über mehrere Einträge hin zur Sprache zu bringen. Die im Buskampagne-Forum formulierten Texte könnten dafür die Grundlage bilden; eine Überarbeitung wäre aber nötig - mal sehen, ob und wann ich dazu komme.

Vorerst sind immerhin drei Rundfunkandachten entstanden, die in der vergangenen Woche bei RPR1 und Rockland Radio liefen, aber bei weitem nicht so sehr in die Tiefe gehen wie die Internetdebatte:
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Kommentare:

  1. Faszinierende Diskussion. Und Hut ab vor Ihrem Engagement ...

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  2. Ich warte gern auf entsprechende Blogeinträge, die ganze Diskussion zu verfolgen ist mir ehrlich gesagt ein wenig zuviel auch wenn es mich interessiert

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  3. Mit Atheisten zu diskutieren finde ich deswegen gut, weil es dort eine Menge Menschen gibt, die wie ich von den Naturwissenschaften begeistert sind. Außerdem wollen sie nicht einfachen glauben, sondern wissen warum.
    Aber ich habe auch Erfahrungen mit Atheisten gemacht, die so fundamentalistisch argumentieren wie Kreationisten. Sie zitieren aus Artikeln, ohne die von ihnen geforderte wissenschaftliche Distanz zu den Inhalten und eine Offenheit wissenschaftlicher Diskurse einzuhalten. Da werden Behauptungen zu Beweisen.
    Besonders schräg finde ich, dass die Pluralität in unseren Kirchen von einer kirchen-distanzierten atheistischen Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird, wenn es um das Rechthaben geht. In Bausch und Bogen wird das Finanzgebaren der Kirche angeprangert und alle katholischen Priester des sexuellen Mißbrauchs bezichtigt. Dabei würde es uns als Kirche helfen, wenn es Kritik von außen gibt.
    Wohltuend für alle Beteiligten sind Diskussionen, in denen alle nach der Wahrheit suchen, statt schlicht Recht haben zu wollen.

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  4. Das kann ich so unterschreiben.
    Und dazu passt, was ich an einer Stelle der Diskussion schrieb:

    "Ich finde es erstaunlich, um nicht zu sagen: ärgerlich, dass es nicht selten gerade Atheisten sind, die ein biblizistisches, also wortwörtliches Verständnis der Bibel an den Tag legen, dieses gläubigen Christen unterstellen oder gar von ihnen fordern. Das ist auch einer meiner Hauptkritikpunkte an Richard Dawkins’ 'Gotteswahn'. Er nimmt sich heraus zu definieren, wer oder was Gott ist, nimmt dabei ganz unreflektiert die Bibel wörtlich, sucht sich die 'schönsten' Stellen heraus und macht sich dann einen Spaß daraus, dieses Gottesbild zu widerlegen. Das hat etwas von Selbstbefriedigung, aber nicht von ernsthafter Debatte.
    Christen, die die Bibel wörtlich nehmen, werden von Atheisten dieses Schlages nicht ernst genommen. Christen, die ihre Aussagen in Korrelation zur jeweiligen Zeit/Situation je neu zu interpretieren versuchen, jedoch auch nicht – ihnen wird Beliebigkeit vorgeworfen, ohne dass man sich auch nur ansatzweise mit ihren hermeneutischen Grundentscheidungen auseinandergesetzt hätte."

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